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Der Mann Gottes Benedikt von
Nursia
Benedikt (lateinisch: der Gesegnete) wurde um das Jahr 480 in Nursia, dem heutigen Norcia in Italien, geboren. Als Sohn wohlhabender Eltern wurde er zum Studium nach Rom geschickt. Doch schon bald verspürte er in sich die Berufung zum Mönchtum. So verließ der junge Benedikt Rom wieder und schloß sich einige Zeit einer Asketengemeinschaft an, um sich dann für drei Jahre als Einsiedler in eine Höhle bei Subiaco (75 km östl. von Rom) zurückzuziehen. Bald schon versammelten sich Mönche um ihn, die er auf zwölf kleine Klöster aufteilte, die unter seiner Leitung standen. Später zog er von dort mit einigen Mönchen auf den Montecassino, wo er ein Kloster errichtete, das zur Wiege des abendländischen Mönchtums werden sollte. Hier vollendete er
seine Mönchsregel, die sogenannte Regel des hl. Benedikt, eine Art
Kurzfassung des Evangeliums, die das Zusammenleben der Mönche im
Kloster regelt. Benedikt starb der Überlieferung nach im Jahr 547 auf dem Montacassino, wo sein Grab in der heutigen Klosterkirche besucht werden kann. Papst Paul VI. ernannte den hl. Benedikt, den Vater des abendländischen Mönchtums, 1964 zum Patron Europas.
Bilder: Bettina Daxböck |
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