Die
Pfarrkirche ist dem Erzdiakon und Märtyrer von Rom, dem heiligen
Laurentius (+ 10. August 258), geweiht. Als zweitem Schutzpatron
ist sie seit dem 15. Jahrhundert auch dem heiligen Florian anvertraut.
1283 wird erstmals ein Pfarrer von Rabenstein (Gottfried) namentlich
genannt. Möglicherweise wirkten schon einige Priester vor ihm,
deren Namen nicht bekannt sind, in dieser Pfarre, die Jahre
zuvor gegründet worden war. Um die Jahrtausendwende nämlich
gehörten noch weite Teile des Pielachtales zur Pfarre Hürm,
ehe 1072 von Bischof Altmann aus Passau die Göttweiger Pfarre
Kilb abgetrennt wurde., von der um 1280 die Pfarre Rabenstein
abgetrennt wurde.
Die beiden Jahreszahlen 1496 im Netzrippengewölbe des Presbyteriums
und 1523 am spätgotischen Triumpfbogen des Langhauses weisen
auf die Entstehungszeit dieser Bauteile hin.
Als Großpfarre umfasste der Bereich der Pfarre Hürm um
1120 neben der eigenen Umgebung auch das Gebiet von Kammerhof
bis nach Puchenstuben. Im gleichen Jahr noch kam es zur Teilung
der Großpfarre in selbstständige Pfarren: Kilb, Kirchberg und
Hofstetten; von Letzterer wurden auch Rabenstein und die Pfarre
St. Andrae - Tradigist, 1336 - ~ 1700 selbständig, betreut.
Nach knapp 2 Jahrhunderten Bestand wurde die Kirche um die Mitte
oder in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Raub eines
Großbrandes, dem das Langhaus völlig sowie der Altarraumes
und der Turm teilweise zum Opfer fielen.
Die Pfarre Rabenstein gehört als Stiftspfarre zum Benediktinerstift
Göttweig. Seit 2005 wird unsere Pfarre gemeinsam mit der
Nachbarpfarre Grünau von einem Seelsorgeteam betreut.
Für nähere Informationen können Sie im Pfarrladen
unsere Festschrift anläßlich der Renovierung 2004
erwerben.