Der heilige Laurentius

Hl. Laurentius


Der
Überlieferung nach war der hl. Laurentius ein Vertrauter des Papstes Sixtus II. Er lebet im 3. Jahrhundert und war Diakon in Rom. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian (ab dem Jahr 257) waren sowohl Versammlungen der Christen als auch die Feier des christlichen Kultes unter Todesstrafe verboten worden und konnten nur heimlich abgehalten werden. Christliche Amtsträger mussten mit Verfolgung und Hinrichtung rechnen. Bei einer dieser grausamen Verfolgungen ist auch Papst Sixtus II. getötet worden. Nur wenig später wurde der Diakon Laurentius verhaftet und vor Gericht gestellt.

In seinem kirchlichen Amt und seelsorglichen Wirken als Diakon hatte dieser vor allem für die Armen zu sorgen und war für die Verteilung der Almosen zuständig. Einem Gerücht zu Folge vermuteten die kaiserlichen Behörden, dass die Christen gewaltige Schätze besäßen, deren Verwalter Laurentius sei. Das kaiserliche Gericht verlangte aus Habsucht deshalb von ihm die Herausgabe der vermeintlichen "Schätze". Der Legende nach versprach Laurentius bereitwillig das Geforderte innerhalb von drei Tagen herbeizuschaffen. Er verteilte daraufhin das sogenannte "Kirchenvermögen" an arme und bedürftig Menschen und als die Frist vorüber war, erschien er mit einer großen Schar zerlumpter Bettler und Krüppel und sagte: Das hier sind die wahren Schätze der Kirche!

Über Laurentius wurde daraufhin das Todesurteil ausgesprochen. Gemäß der Legende soll er am 10. August 258 (bzw. 305 während einer späteren Christenverfolgung) auf einem glühenden Feuerrost langsam zu Tode gequält worden sein. Noch im Todeskampf soll der Diakon zu scherzenden Worten Kraft gefunden haben.

Später hat Kaiser Konstantin neben dem Grab des hl. Diakons eine Kirche errichten lassen, die als Basilika San Lorenzo fuori le mura heute zu den sieben Hauptkirchen Roms zählt.

Der hl. Laurentius ist unser Pfarr- und Kirchenpatron. Sein Gedenktag ist der 10. August. Er gilt als Patron der Armen, der Bibliothekare, der Köhler und Bäcker, sowie der Köche und Glasbläser. Angerufen wird er bei Verbrennungen, Fieber, Hexenschuss und in Feuersgefahr.

Bild: Bettina Daxböck